Archive for Mai. 2006

peggy : kiss me, spider

peggy : kiss me, spider

bereits erschienen [bekki records]

nach dem ganzen indiepopperkrams hier, heute mal indierock der alten schule. besser gesagt, die gute alte amerikanische powerpopschule a la weezer. und zwar nicht aus amerika sondern berlin.
laut presseinfo sind peggy vier junge herren die “liebeslieder mit laut aufgerissenen gitarrenverstärkern” spielen, was auch nur zu bestätigen ist. “boy meets girl” – texte mit hübschen melodien und gehörigen wums im gitarrenspiel. dabei aber gott sei dank immer zuerst der melodie verpflichtet. mein absolutes lieblingsstück ist dann auch eines komplett ohne “verzerrer”, nämlich sugar. ein hübscher lo-fi popsong mit wunderschönem refrain.
außerdem schön: i’ll make you mine again [ein wahrer powerpop - hit], too much [wäre auch auf dem letzten miles - album nicht unangenehm aufgefallen], antarctica [hier dann doch mehr emo als pop, aber trotzdem gut], summergirls ["summergirls in tanktop - shirts"... - ich sag nur: sommerferien]. also fünf gute songs, bleiben noch fünf… – und die sind leider nicht so mitreißend oder einfach nicht eigenständig genug.
im fazit bleibt kiss me, spider trotzdem ein gutes album, das gerade durch den verzicht auf “new british the band – attitüden” positiv auffällt. bin gespannt auf das nächste album.

[video der woche] +++ tigerbombs : punch me up +++

…ein hithithit! :-) live zu erleben am donnerstag den 01. juni im fundbuero [hamburg]. und demnächst auf diesen seiten, eine ausführliche besprechung des überaus gelungenen albums crazy kids never learn der finnischen tigerbombs.

me : lovebox

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vö: 09.06.2006 [wohnzimmer records]

wer kennt es nicht, dieses ungute bis unerträgliche gefühl angesichts des zusammentreffens mit dem vormals und oftmals immer noch geliebten menschen, dass unter dem traurigen motto der übergabe der letzten habseligkeiten und damit der letzten beweise der einst bestandenen liebe steht.
me jedenfalls und ich auch.
der sänger der einst hoffnungsvollsten newcomer indiedeutschlands nova international beginnt sein sehr persönliches und untypisch leises soloalbum thematisch mit dieser vertrackten situation.
anschließend erfährt der hörer auch, wieso es zum bruch kam, die verlockungen des tourlebens und gebeichtet wurde es der dame auch nicht thats the fucking truth.
songs über reue und den herzschmerz setzen ein und die stimme von me erinnert ausgesprochen an chris martins organ, die akustische gitarre und das klavier spielen eine passend coldplay‘haft traurige weise dazu, sodass man sich in den besten momenten des albums verwundert fragt, ob irgendjemand bei der palttenfirma die cd’s vertauscht hat und nun ein unbekanntes coldplay – album läuft.
allerdings, das sei ausdrücklich gesagt, auch nur in den besten momenten, zu denen das traurig deprimierte wishes und insbesondere das heimliche herzstück des albums losing ground mit seinem fantastischem ende zu zählen ist.

me geht sorgsam mit dem einsatz von instrumenten um, ähnlich wie eskobar es auf ihrem ersten [und besten] album taten.
die stimme und die geschichte die sie erzählt, soll im mittelpunkt stehen und ich mochte und mag diese stimme sehr gern.
der einzige wirklich ins gewicht fallende kritikpunkt sind die mancher songs einfach zu monoton geratenen melodien. bei stücken wie few little words verlässt mich nach 3 minuten mit dem immergleich traurigen baaap bada baaap einfach die lust am zuhören.

natürlich gibt es nicht nur milliarden von sternen, sondern auch milliarden von alben dieser art und dieses setzt sicherlich keine neuen maßstäbe für liebesschmerzalben, wie es seinerzeit die tindersticks oder die weeping willows taten, doch ein schönes, das ist es.
allein schon wegen losing ground.
Und damit punkt.

robbers on high street : tree city

robbers on high street : tree city

bereits erschienen [devilduck/new line records]

„schon wieder eine neue spoon – platte!?“: wird sich wahrscheinlich der eine oder andere hörer nach konsum dieses tonträgers denken. nö, gar nicht wahr… – nicht spoon, sondern die robbers on high street aus nyc! Oben getätigte aussage ist aber nicht ganz falsch, denn die robbers on high street borgen sich einiges von ihren “berühmten“ kollegen. Ihr name ist sozusagen programm! :-) gesang, piano, atmosphäre erinnern doch sehr an das mittel- bis spätwerk ihrer texanischen “geistesverwandten”.
also alles nur doof abgekupfert? mitnichten! denn wie heißt es so schön: „gut geklaut ist halb gewonnen!“ so auch hier… – denn tree city muß sich auf keinen fall hinter den letzten spoon – alben verstecken, und die waren immerhin zum grossteil wahre meisterwerke. außerdem: kann es genug solcher alben geben? … genau, NEIN! So, schluß mit spoon, ab jetzt werden außschließlich die robbers on high street gelobt.

spanish teeth überzeugt durch hübsche bläser, japanese girls hat jede menge euphorie, beneath the trees steht für melancholie + meldodie, amanda green und love underground schreien: „tanzen, tanzen, tanzen!“, dig the lighting ist sexy, the price & style und big winter sind wunderwunderschön… – dazwischen gibt es zwar ein zwei lieder die nicht so mitreißend sind, trotzdem bleibt am ende ein sehr sehr schönes debütalbum, das den vier herren hiermit gelungen ist. diese sind übrigens bekennende [NEIN, nicht Spoon! :-) sondern...] beatles und kinks fans, was ja auch nicht das schlechteste ist…

“when steve and i first started writing together, we wanted to sound like led zeppelin, but we couldn’t write stuff like that because we’d listened to too much beatles as kids”, so sänger ben trokan.
Glück gehabt würde ich sagen! ;-)

+++ THIS IS POP! +++ Fr. 26.05.06 @ miss van meer

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nach den eindrücken des wundervollen, nach einer wiederholung schreienden auflegens in der prinzenbar, bei der b&s – aftershowparty [an dieser stelle nochmals liebe grüße und vielen dank an die netten three cheers und den marco von`er tanzfläche :o], folgt nun der bunte alltag. will sagen:
am freitag den 26. mai wird es wieder P.O.P`ig im miss van meer! im aufgebot stehen diesmal neben dem wieselflinken david odonkor auch die suburban kids with bibical names, auf der außenbahn links morning runner, lucky soul zentral und in den spitzen camera obscura mit metric, dahinter hängend edson. die torwartdiskussion ist nun endlich beendet…

völlig zu recht im kasten und bald in hamburg [nicht beim hsv, sondern in der prinzenbar ;-)] jens lekman!

ansonsten die gewohnte taktik aus indiepop alter schule und den neuen wilden der gitarrenmusik.

den pausenteewitz spar ich mir angesichts der kalauer von eben und der omnipräsenten WM, denn das miss van meer ist nun mal die hübscheste bar der schanze und achtung wird auch während der WM eine stilvolle alternative zum normalen kneipenfußball bieten. auf jeden fall ist schon ein beamer nebst leinwand gekauft und installiert…

alles liebe und daumen hoch,

die THIS IS POP! – herren.

[video der woche] +++ the lodger : let her go +++

the lodger… – neuer britischer “powerpop” aus leeds. ein supersupersupersong!!! :-)

+++++++++ belle & sebastian – aftershowparty +++++++++ Fr. 12.05.06 @ prinzenbar

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[c]www.belleandsebastian.com

…die herren THIS IS POP! legen zusammen mit den revolver – jungs und dem three cheers for our side dj – kollektiv, nach dem [überaus empfehlenswerten!] belle & sebastian – konzert, in der prinzenbar auf. also, sooo indiepop und twee… – der pete [der alte "rocker"] darf aber trotzdem kommen! ;-)

los geht’s um 22h. ort: prinzenbar [kastanienallee 20]. eintritt: 2 €.

wir würden uns freuen.

david fridlund : amaterasu

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bereits erschienen [bb island/brokensilence]

ist schweden das neue omaha?

als mir die cd ins haus flatterte bzw im briefkasten lag, war mein erster gedanke
„oh schön, neuer pop aus schweden“, denn da ist die popwelt bekanntlich noch in ordnung, die ganze bevölkerung, so scheint es, ist tagaus tagein mit nichts anderem beschäftigt als die welt mit hübscher musik zu beglücken und als weiteres indiz für dufte töne: schmetterlinge auf’m cover.

und überhaupt, es ist das soloprojekt vom david and the citizens sänger und namensgeber david fridlund, deren grey coated morning letztes jahr ein kleiner indiehit war, da wird mich gewiss melodienverliebter power pop erwarten.

stattdessen überraschtes ohrenspitzen bei den ersten tönen- die zarte stimme von sara culler [der im übrigen auch das album gewidmet ist], zurückhaltend düsterfolkige instrumentierung und dann der erste kraftvolle einsatz von davids stimme, die einen unwillkürlich an conor obersts organ denken lässt.
april & may, die erste single beginnt wie ein chanson der 30er jahre, dem die dresden dolls vorletztes jahr die rote salontür öffneten, tappert schwungvoll dahin und wieder wirkt die sehr eindringliche stimme von david fridlund, die düsteren gedanken frönt und sich zum ende wunderbar kraftvoll steigert.

textlich setzt sich der sänger intensiv, will sagen in fast jedem song mit der vergänglichkeit des lebens und dem daraus resultierenden ungemach auseinander und angesichts diverser zeilen wie this world was never meant for me- i need to leave it behind sollte seine plattenfirma ihm die mitgeschickte presseinfo immer und immer wieder laut vorlesen [„david fridlund ist der traum jeder plattenfirma“ in fett].

es mag dahingestellt bleiben, ob er das nun tatsächlich ist, das album jedenfalls ist eines, dem der herbst als erscheinungsjahreszeit weitaus besser zu gesicht gestanden hätte als der frühling. mir jedenfalls fällt es deutlich schwerer, dem schwermut eine chance zu geben, wenn draußen die ersten blumen blühen, die strickjacke gegen das t-shirt eingetauscht werden darf und das essen draußen eingenommen wird.
und natürlich ist hier musikalisch nicht alles gold was glänzt, auf albumlänge klingen die songs doch zu ähnlich depressiv.
gute songs wie das anfangs herzerweichende, an r.e.m.‘s nightswimming erinnernde before it breaks werden durch unnötig lange outros zerstört und die klasse von lifted or… erreicht die platte nur in ihrem allerbesten momenten [white van, der schwungvollste titel des albums, sowie das herzstück des albums namens satellite], aber wer bereits jetzt dem erscheinungsdatum der nächsten unelektronischen bright eyes entgegenfiebert, wird in der platte einen neuen traurigen freund zum rotweintrinken finden.

metric : live it out

metric - live it out

bereits erschienen [last gang records/lado]

die letzten zwei jahre haben uns gelehrt: kanadier sind feine musiker! sozusagen sogar, die besseren “minirandgruppenrockstars“. verwirrt? sehr gut.

hier also die nächste lektion der “canadian invasion“, so called metric. der name ist programm. hier wird nicht improvisiert oder auf verschrobene indierock-fragmente gesetzt. hier wird diszipliniert (also: d.i.s.z.i.p.l.i.n.i.e.r.t.) musik geschaffen, die irgendwo zwischen der letzten stars und der letzten yeah yeah yeahs einzuordnen ist. also: große popmusik… – das indie kann man sich hier getrost sparen!

und endlich wieder ein album. also nicht nur ein zwei hits und der rest ist mittelmaß, sondern nur gute songs. dabei wird nicht nur eine “songschablone“ ausgepackt, sondern jeder der zehn songs ist eigenständig genug, um auch nach dem vierten oder fünften hören nicht an spannung zu verlieren.
drei songs ragen dann aber trotzdem besonders heraus: die beiden “tanzhits“ poster of a girl und monster hospital, und das vielleicht beste stück der platte too little too much, ein perfekter popsong, der tage retten kann!

metric haben also mit ihrem zweiten album einen “großen wurf“ gelandet, deshalb würde es mich nicht wundern, wenn das hier groß wird: das knallt, bewegt, berührt, ist super und könnte neben dem “normalen“ indiepublikum auch durchaus im “mainstream“ gefallen finden.

kurz gesagt: kaufen und freuen!

[in concert] *the flaming lips*

am 04.05.2006 war die wohl beste konzertband abseits des stadionrocks in der markthalle zu gast.
allen die nicht da waren sei gesagt: ihr habt außergewöhnliches verpasst – riesenluftballons, konfettiregen, ein best of ihrer schönsten hits und gänsehaut plus feuchte augen bei do you realize.

bilder sagen wie so oft mehr als tausend worte daher….

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