the radio dept. : pet grief
vö: 31.07.06 [labrador/broken silence]
jetzt sind sie also zurück, meine helden des jahres 2004… – the radio dept.!
ihr debütalbum lessers matters war mit all seiner verträumten shoegazer – leichtigkeit, seinen verschrobenen popsongs und seiner verschlafenen melancholie für mich eine der platten des jahres 2004. dazu noch mit where damage isn’t already done ein indiedisco – hit für die ewigkeit! kurzum: die erwartungen meinerseits an album nummer zwei könnten nicht höher sein, und eins vorweg – sie werden auch nur zum teil erfüllt. wie das so oft ist mit zu hohen erwartungen!
johan duncanson und seine mitstreiter haben mit pet grief ein ganz anderes album als lesser matters aufgenommen. viel besser produziert, bei weitem nicht mehr so rumpelig, dafür mehr elektronik und mehr melancholie. der markante my bloody valentine – einschlag von lesser matters ist noch unüberhörbar vorhanden, wird aber mehr und mehr durch ein 80’s pop – songwriting a la pet shop boys bei seite geschoben. in guten momenten gelingt es the radio dept. sogar diese beide welten zu einen neuen tollen ganz eigenen sound zu verbinden, wie z.b. in pet grief oder the worst taste in music.
man muss überhaupt sagen, das es auf pet grief so gut wie keine schlechten momente gibt. “problematisch“ wird es erst, wenn man das album als album [also ganz!] hört. dann wird die sache irgendwann ein wenig zäh, da sich viele songs recht ähnlich sind, es also an abwechslung mangelt. album nummer eins lesser matters hatte zwischen den melancholisch einlullenden momenten auch immer momente der euphorie bzw. leichtigkeit. diese fehlen auf pet grief fast vollkommen. eine ausnahme bildet da das schöne every time, das gerade diese leichtigkeit bietet.
man muss aber auch sagen, das die momentane klimatische situation auch nicht gerade dafür geschaffen ist, um sich auf ein album wie dieses einzulassen. außer vielleicht an lauen sommernächten unter freien sternenhimmel. ansonsten: der herbst/winter kommt bestimmt! ;-)
fazit: wieder ein sehr sehr gutes album, dem es aber auf albumlänge an abwechslung fehlt.



