Archive for Aug. 2006

+++ THIS IS POP! +++ fr. 29.09.06 @ prinzenbar

pelle cartlberg

THIS IS POP! hat ihn gefunden. den weg vorbei am Türsteher, in die Disco und auf die Tanzfläche. Nach unserer netten “Prinzenbar – Premiere” am letzten Freitag geht es am 29. September in die zweite Runde…
Normalerweise sind wir ja am zweiten Freitag im Monat in der wunderschönen Prinzenbar, um das beste in Sachen Indie- bis Electropop zu präsentiren… – aber eine Regel ist keine richtige ohne Ausnahmen, und deshalb findet THIS IS POP! im September ausnahmsweise am letzten Freitag, also den 29. September statt. Und das aus gutem Grund: Pelle Carlberg wird den Abend mit einem musikalisches Stelldichein eröffnen. Der Sänger der schwedischen Band Edson hat im Frühjahr sein formidables Soloalbum Everthing. Now! veröffentlicht und kommt nun für fünf Konzerte nach Deutschland.
Charmant, stimmungsvoll und einfach schön… – also auf gar keinen Fall verpassen!!! ;-)
und wir wären nicht wir, wenn wir für dieses musikalische sahnestück nicht auch noch die passende kirsche hätten. Als Vorband wird Flemming Borby, den Mastermind der feinen dänischen P!O!P! Band Labrador solo und akustisch zarte PopPerlen intonieren.
Das Konzert geht um 21h los und kostet im Kombiticket [mit anschließendem THIS IS POP!] 9€. Wer nur zum Club kommen möchte [so ab 23h] zahlt 4€.
Am Plattenteller werden wir diesmal die erste THIS IS POP! Dame begrüssen. Unsere allseits geschätzte Freundin PalomaJoy wird ebenfalls mit ihren Neuerwerbungen aus dem Land der Elche und Musiker von der Partie/Party sein. Wir freuen uns auf euch.

[video der woche] +++ tapes ‘n tapes: insistor +++

ein kleiner indiehit voller energie und leidenschaft… – irgendwo zwischen arcade fire, clap your hands say yeah und modest mouse einzuordnen. das schon im letzten jahr erschienene debütalbum the loon ist dank “myspace-hype” nun auch in deutschland erhältlich und unbedingt empfelenswert.

the fine arts showcase : radiola

the fine arts showcase : radiola

bereits erschienen [stickman records/indigo]

schon wieder schweden… – oder besser: juhuuu, schon wieder schweden! ;-)
heute also der kleine bruder, des mir immer ein wenig zu “grummelig” agierenden christian kjellvander, gustav aka the fine arts showcase. obwohl fröhlich geht es auch auf radiola nicht zu, aber im gegensatz zu bruder christian sind the fine arts showcase durchaus flotteren tönen nicht abgeneigt. abwechselung ist das zauberwort…
klassischer britpop [the shoplifters's union], sommerlich beschwingte balladen [danish light], der hit der auf dem letzten radio dept.-album fehlte [das großartige chemical girl], kennt/mag noch jemand die walkabouts? [brother in black], pulp treffen auf die magnetic fields und laden zum tanz ein [frida and i], kurze schmachtfetzen [or so i've hyrd], “lofi-synthiepopirgendwasrock” [the voice of goldstein], und ja auch als schwede kann man 1a wüsten/western-rock in bester calexico tradition fabrizieren [spanish kerosene].
jeder song ein neuer stil! gerade das macht die klasse dieses album aus. obwohl album? durch die vielen unterschiedlichen stile wirkt radiola viel mehr wie ein mixtape als ein album. ein gutes mixtape… – und was gibt es besseres als ein gutes mixtape! :-)

+++ THIS IS POP! +++ fr. 11.08.06 @ prinzenbar

TIP! go disco...

THIS IS POP! go disco…

wir sind überglücklich und bewegen uns schon seit wochen mehr schwebend als gehend, weil wir heute endlich ausrufen dürfen…

dass THIS IS POP! nun auch den weg vorbei am türsteher, in die disco und auf die tanzfläche gefunden hat.

und das nicht irgendwo in veddel, sondern im wunderschönsten kleinen club der stadt, der hinter dem docks beheimateten prinzenbar, die unlängst jens lekman zu der ehrfürchtigen aussage hinriss, dass dieses kleinod unter den clubs sein bisher schönster auftrittsort gewesen sei.
wir selbst können dass nach den erfahrungen bei der belle & sebastian aftershowparty nur bestätigen.

durch die exzellente konzertauswahl der letzten monate dürfte die prinzenbar bei vielen von euch bereits wohlverdiente beachtung erlangt haben. falls nicht, dann ist am 11. august ab 23h die gelegenheit dies nachzuholen.

stuck sohoch das auge reicht, eine possierliche tanzfläche… – und dazu nun auch noch wir!
dort werden wir ab dem 11. august den jeweils zweiten freitag im monat hinterm plattenteller stehen und die perfekte mischung aus den besten indieperlen und den schönsten neuentdeckungen des sommers suchen.

tatsächlich beschäftigen wir uns zur zeit mit nur wenig anderem, denn unser ziel ist euch allesamt mit funkelnden augen und zart erröteten wangen in den morgen zu entlassen.

liebe grüße,
die herren THIS IS POP!

Spearmint : Paris in a Bottle

spearmint.JPG

vö: 25.09.2006 [apricot records/rough trade]

mit spearmint verbindet mich eine alte freundschaft, nein freundschaft trifft unser verhältnis nicht wirklich – es war wohl liebe.
ihr 2001 erschienenes a different lifetime zählt zu meinen allerliebste alben und sollte ich je vor die irritierende wahl gestellt werden, welche zehn alben ich auf meine einsame insel mitnehmen will, so wird dieses den weg unter die palmen finden.

a different lifetime beinhaltet einige der schönsten und wahrsten lieder über das seltsame spiel called liebe, die ich je gehört habe. musikalisch kommen sie dabei wie der kleine aber genauso smarte bruder von pulp daher und unterstüzen diesen eindruck noch optisch durch ihren sänger shirley lee, der auf jedem “jarvis lookalike contest” einige rosen [und machen wir uns nichts vor: auch mädchen] im arm halten würde.

verknüpft mit meiner damaligen gefühlslage zwischen endorphinhigh die welt umarmen wollen und depressiv im kaffee rühren war das album für mich eine offenbarung.
alles drin, zuckersüße lieder übers verlieben, weise Worte die liebe betreffend und tröstende worte des verständnisses über das entlieben. nur selten überkommt mich bei liedern der wunsch den text soweit zu verstehen, dass ich sie für mich übersetze und interpretiere. bei diesem album tat ich dies mit annähernd allen liedern und kann heute noch betrunken und/oder schlafend den text von scottish pop rezitieren.
mit anderen worten- großes kino damals.

die kritik beginnt so wundervoll, dass jetzt eigentlich ein korrektiv folgen müsste. und genau das wird passieren. leider.
wäre ich unbelastet von großen erwartungen an das im pressetext stürmisch beworbene album herangegangen, wer weiß, vielleicht hätte ich das mutige erste stück gelobt. nur wenige Bands trauen sich ein eher zähes 7:38 min langes stück an den anfang zu stellen. ein konzeptalbum soll es sein, vier menschen die sich in paris treffen und deren geschichten in den folgenden zehn songs weiterverfolgt wird.
das klingt wie ein guter ausgangspunkt zu einer interessanten geschichte und da könnte sich doch das übersetzen wieder lohnen, aber musikalisch ist das alles- und es tut mir richtig weh, dass zu schreiben – beliebig und nicht so zwingend, als dass man gebannt dem text lauschen möchte.
natürlich sind schöne melodien zwischen northern soul und pop dabei und auch die gesangsstimme von shirley hat dieses angenehm britische timbre und diesen schmelz in der stimme, aber es fehlt einfach das besondere, diese eine zündende idee, die es vermag aus einem guten song einen großen song zu machen.

der trend des schwächeren 2004er albums my missing days setzt sich leider fort, die beiden als single ausgekoppelten songs sind nett aber nur überdurchschnittlich, wobei my girlfriend is a killer die klar bessere wahl vor the competition ist.

ansonsten fallen trotz insgesamt sieben durchläufen, einem gläschen pernod in der hand, sonne im rücken und einem spearmintbutton am hemdkragen nur psycho magnet [bei dem allerdings sehr bei den lightning seeds gewildert wurde] und der beste song des album whats wrong with breaking up anyway? positiv auf.

whats wrong with breaking up anyway? ist auch der einzige song auf diesem album, bei dem die chance besteht, dass ich ihn mir mal ähnlich genau anhören könnte wie scottish pop.

für alle die spearmint noch nicht kennen- kauft a week away und a different lifetime, sie sind die bessere visitenkarte dieser sympatischen band.